Orthopädie

Therapieoptionen gegen Lahmheit

Die orthopädische Untersuchung des Sportpartners Pferd stellt einen Schwerpunkt unserer tierärztlichen Tätigkeit dar. 

Neben der klinischen Untersuchung des Pferdes und der Beurteilung des Gangbildes, sowohl auf gerader als auch auf gebogener Strecke auf verschiedenen Untergründen, stellen Leitungsanästhesien und Anästhesien von synovialen Einrichtungen wichtige Elemente der Lahmheitsuntersuchung dar. 

Nachdem der lahmheitsverursachende Bereich mithilfe dieser Anästhesien gefunden wurde, schließen sich bildgebende Diagnostika an. Dazu stehen in unserer Praxis moderne digitale Röntgensysteme und hochauflösende Ultraschallgeräte zur Verfügung. 

Als Therapieoptionen stehen neben lokalen und systemischen medikamentösen Behandlungen, regenerativen Therapien auch physikalische Behandlungen, wie Stoßwellentherapie, Laser-Therapie und Ultraschall-Therapie, zur Verfügung.

 

Therapieoptionen mit Eigenblutprodukten

In der modernen Sportmedizin werden immer häufiger regenerative Therapien mit Eigenblutprodukten angewendet. Diese fördern den Heilungsprozess von Sehnen, Bändern und Gelenken. Wir bieten Ihnen folgende Produkte an:

IRAP® (Interleukin-1 Rezeptor Antagonist Protein)

Gelenkserkrankungen zählen zu den häufigsten Lahmheitsursachen beim Pferd. Im Zuge von entzündlichen, traumatischen oder degenerativen Prozessen können die Strukturen im Inneren des Gelenks mehr oder weniger stark geschädigt werden. Hierbei spielt das sogenannte Interleukin-1 als Entzündungsmediator eine wichtige Rolle.

Bei der IRAP®-Therapie wird venöses Blut des Pferdes über 24h im Labor bebrütet und damit der Gegenspieler von Interleukin-1, also Interleukin-1 Rezeptor Antagonist, angereichert. Anschließend wird das gewonnene Blutprodukt mithilfe von sterilen Filtern gereinigt und kann appliziert werden.

PRP (Platelet Rich Plasma)

Beim Platelet Rich Plasma werden Thrombozyten (Blutplättchen), Wachstumsfaktoren und Zytokine aus dem Eigenblut Ihres Pferdes angereichert. Es wird vor allem bei Läsionen im Sehnen- und Bandbereich eingesetzt. Dort fördert es die Heilung, verbessert die Qualität des neugebildeten Fasergewebes und kann zu einer Verkürzung der Rekonvaleszenzzeit beitragen.

ACP (Autologous Conditioned Plasma)

Das Autologe Konditionierte Plasma stützt sich auf einen ähnlichen Wirkmechanismus wie das PRP. Hierbei wird ebenfalls über eine Anreicherung von Blutplättchen und Wachstumsfaktoren das verletzte Gewebe zur Heilung angeregt. Die Konzentrationen der Wachstumsfaktoren und Botenstoffe sind etwas niedriger als beim PRP.

Physikalische Therapieoptionen

Als physikalische Therapieoptionen stehen Ihnen in unserer Praxis folgende Modalitäten zur Verfügung:

Stoßwellentherapie

Bei der Stoßwellenbehandlung wird Energie in Form von Druckimpulsen, welche pneumatisch-ballistisch erzeugt werden, ins Gewebe eingebracht. Diese beschleunigen den Heilungsprozess, da entzündungshemmende körpereigene Botenstoffe gebildet werden. Dadurch wirkt die Stoßwellenbehandlung auch schmerzstillend.

Lasertherapie

Bei der Lasertherapie wird Energie über elektromagnetische Wellen tief in das betroffene Gewebe eingebracht. Diese Therapie wird vor allem bei Schäden im Sehnen- und Bandbereich, aber auch bei Erkrankungen der Muskulatur angewendet. In verschiedenen Studien wurden damit schmerzlindernde, anti-entzündliche und Ödem-vermindernde Wirkungen erzielt. Zudem wird die Durchblutung im betroffenen Gewebe verbessert, die Stoffwechselaktivität der Zellen in diesem Bereich wird erhöht und die Zellen werden damit unter anderem angeregt neue Faserbestandteile zu bilden.

Auch bei der Therapie von chronischen Wunden oder Wundheilungsstörungen findet die Lasertherapie Anwendung.

Ultraschalltherapie

Auch bei der Ultraschalltherapie werden die betroffenen Strukturen über Wärme sowie über Kompression und Expansion der Gewebe behandelt. Anwendung findet die Ultraschalltherapie in der Wundheilung, zur Reduktion von Ödemen und Wunden sowie zur Schmerzlinderung. 

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